Die Lofoten – Trauminseln im Norden

Die Lofoten sind wohl eines DER Ziele für jeden Landschaftsfotografen – keine Frage also, dass auch ich während meines Norwegen Aufenthalts unbedingt dort gewesen sein muss!

Die Anreise

Klar, wenn man schon mal mehrere Monate in Norwegen ist, kann man auch noch kurz auf die Lofoten fahren – dachte ich bei den Vorbereitungen in Deutschland. Ein Blick in Google Maps und mir klappte erst mal die Kinnlade runter – das sind ja nochmal geschmeidige 1.350 km von Oslo auf die Inselgruppe!

Nicht schlecht! Da wird meinem tapferen Golf wohl einiges abverlangt. Aber es hilft nichts, der Trip muss sein und schließlich gilt auch hier wieder: der Weg ist das Ziel, denn auf der Fahrt warten zahlreiche wunderschöne Fotomotive (sobald man „Fossen“ auf einem Schild liest, ist Aufmerksamkeit geboten, denn die Wasserfälle entlang der Route sind in jedem Fall sehenswert.)

Wer die Möglichkeit hat, sollte also mit dem Auto gen Norden aufbrechen und dafür unbedingt genügend Zeit für die Anreise einplanen. Die Fahrt ist zwar wirklich entspannt, es gibt weder viel Verkehr noch ein kompliziertes Straßennetz – zwischendrin hat man mal kurz die Wahl zwischen der E3 und E6 und ansonsten fährt man halt die eine Straße, die in den Norden führt. Trotzdem schafft man an einem Tag nicht die gleiche Strecke wie in Deutschland, ich plane deshalb einen Stopp in Trondheim und in Mosjøen ein. In Trondheim schlafe ich in einem AirBnB, in Mosjøen gibt es leider keines, daher bleibt nur Schlafsack und Auto – bei -5°C mit langer Unterwäsche und im Norwegerpulli! Ich hatte vorher irgendwie nicht so damit gerechnet, dass es im Landesinneren deutlich kälter wird als auf den Lofoten selbst, wo das Klima maßgeblich vom Golfstrom beeinflusst wird, aber dank ordentlichem Schlafsack geht es trotzdem für eine Nacht. Das ist übrigens sowieso immer zu beachten: Wer im Herbst oder Winter in Norwegen unterwegs ist, sollte immer einen Schlafsack im Auto haben! Hier kommt nicht zwangsläufig alle paar Minuten ein Auto vorbei – die Distanzen sind lang und im Norden ist die Bevölkerungsdichte nicht gerade hoch. Wer eingeschneit wird oder eine Panne hat ist froh um jede Decke und jeden Schlafsack. Auch der Tank sollte gerade für solche Fälle immer mindestens halb voll sein – so kann man im Zweifel auch mal heizen und Tankstellen kommen hier halt auch nicht alle paar Kilometer.

Wer nicht mit dem eigenen Auto hochfahren will, kann natürlich auch gut per Flugzeug anreisen (z.B. zum Flughafen Bodø). Dann ist jedoch ein Leihwagen äußerst empfehlenswert, denn Fotografieren auf den Lofoten ist ohne Auto undenkbar, vor allem, wenn man nachts spontan los muss um Nordlichter abzulichten!

Egal ob mit dem Flieger oder dem eigenen PKW kommt man früher oder später in Bodø an. Von dort aus fährt dann eine Fähre in 3-4 h nach Moskenes (Kosten ca. 80€ für 1PKW+1Fahrer). Alternativ kann man auch noch weiter in den Norden fahren und dann über Land auf die Inselgruppe gelangen.
Nach einer zum Glück entspannten Fährfahrt ging es für mich dann bei Nacht zur Unterkunft in Leknes. Leknes ist ein idealer Standpunkt für viele der Top Locations auf den Lofoten, zudem gibt es dort auch alles, was man an Infrastruktur benötigt (Tankstelle, Supermarkt, etc.).

Weitere Berichte zur Reise sowie viele weitere Tipps zu Fotoreisen auf die Lofoten folgen in den nächsten Tagen hier auf dem Blog!

Eine Karte mit der Reiseroute sowie Fotospots findet sich hier:

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